1.7 stars - 3 reviews5

vidimieren : eine Abschrift beglaubigen [vidimieren] (Rechtssprache)


-1

vidimieren

eine Abschrift beglaubigen

Referenz von vidimieren




Art des Wortes: Verb

Kategorien: Amts- und Juristensprache

Tags: Rechtssprache

Erstellt von: Koschutnig am Feb.2016

Links: Österreichisches Wörterbuch : vidimieren V W - Referenz von vidimieren

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Bewertungen (3)



0
Eine Vidimierung ist eine von der Konsularabteilung angefertigte und bestätigte Kopie eines im Original vorgelegten Dokuments. Eine Vidimierung kann ausschließlich dann erstellt werden, sofern das betreffende Dokument von einer österreichischen Behörde ausgestellt wurde. Fremde Dokumente/Urkunden können demnach nicht vidimiert werden.
Quelle: Österr. Botschaft Islamabad

Demzufolge wird das Vidimieren in Österreich zum Unterschied vom immer noch gültigen Gebrauch in Südtirol und des früheren Gebrauchs im übrigen dt. Sprachraum (Echtheitsfeststellung bzw. Kenntnisnahme) sehr eng gefasst.
z.B.
* Provinz Bozen, Arbeitsserviece: Nach der Einreise muss der/die Arbeitnehmer/in den Aufenthaltsvertrag beim Arbeitsservice vidimieren lassen und die Aufenthaltsgenehmigung bei der Quästur beantragen. (die_hausangestellten.pdf)
* Die Handelskammer Bozen vidimiert die Geschäftsbücher der Unternehmen mit Haupt- oder Zweitsitz in der Provinz Bozen. [...] Weiters werden Register und Bücher vidimiert, die von Sondergesetzen vorgesehen sind (z. B. Abfallregister, Begleitscheine für den Abfalltransport). (camcom.bz.it)
* Raiffeisen.it: Revisoren machen mindestens eine Sitzung im Jahr. ... Bei den Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, welches im Idealfall in ein Buch eingetragen wird. Dieses könnte man auch vidimieren lassen (Handelskammer).
oder
Wesener: … schick herauf zu unserm Notarius droben, ob er zu Hause ist, ich will den Wechsel, den ich für ihn unterschrieben habe, vidimieren lassen
Quelle: RM Lenz, Die Soldaten
http://tinyurl.com/joym478Der eine Reisepass war zwar vom Landgerichte Gefrees in optima forma ausgefertigt, aber vom Kreiskommissariate Bayreuth nicht vidimirt worden [..." target=_blank class="cit">

Sie sind nicht mehr, die Wulfen, die Seenusse ... Nun ist Klagenfurt für uns eine Einöde und wir haben es noch am nemlichen Tage verlassen, nachdem 2 Stücke berichtigt waren. Zuförderst mussten hier die Pässe vidimiert werden.
Quelle: Hoppe und , Tagebuch einer Reise nach den Küsten des adriatischen Meers und den Gebürgen von Krain, Kärnthen, Tyrol..., 1818

von Koschutnig am Feb.2016

 


  Anmelden zum Kommentieren






Links: Russwurm | The Free Press News | Der NLP MasterAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.